Die Bundesfachgruppe

Unsere Ziele

Ziel der Restauratoren im Parkettlegerhandwerk ist es, historisch und handwerklich wertvolle Parkett- und Holzfußböden im Sinne des Denkmalschutzes im Einklang mit Denkmalämtern, Bauämtern und Bauherren fachgerecht zu restaurieren, zu pflegen und zu erhalten.
Erreicht werden diese Ziele, durch

  • fachspezifische Kenntnisse
  • traditionelle manuelle Fähigkeiten
  • Kenntnisse in alten und neuen Sanierungs- und Konservierungstechniken
  • Einfühlungsvermögen

Die Organisation

Die zur Fachgruppe zusammengeschlossenen Mitglieder führen den Namen „Bundesfachgruppe der Parkettrestauratoren“ und sind dem Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik angeschlossen. Die Erhaltung der Parkettkunst als europäisches Kulturgut ist oberstes Ziel der Fachgruppe. Sowohl dem Holzfußboden als Denkmal selbst, als auch der alten Handwerkskunst mit ihren ursprünglichen Techniken, gilt das Ziel der Erhaltung. Die Fachgruppe hat folgende Aufgaben:

  1. Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfestellung bei der Restaurierung auf nationaler und internationaler Ebene
  2. Unterstützung von qualifizierten Fortbildungsmaßnahmen zum „Geprüften Restaurator im Parkettlegerhandwerk“, z.B. der „Stuttgarter Schule für Parkettrestaurierung“, durch Referententätigkeit und Weiterführung der Projektgruppen
  3. Durchführung von Forschungs- und Restaurierungsprojekten
  4. Systematische Erfassung und Dokumentation von historisch wertvollen Parkettböden.
  5. Information und Hilfestellung für Denkmalämter, Architekten und Bauherren
  6. Fertigung von Schmuckfußböden und Übung von Nachwuchskräften.

Die Entstehung der Bundesfachgruppe der Restauratoren im Parkettlegerhandwerk

Mit dem Beschluss des deutschen Handwerkskammertages Anfang der 80-er Jahre, auch das Parkettlegerhandwerk zur Restauratorenweiterbildung zuzulassen, hat unser Zentralverband die dafür erforderlichen Voraussetzungen in Angriff genommen.

1984 wurde unter Leitung des damaligen Bundesinnungsmeisters, Ortwin Baumann, ein Gremium gebildet. Beteiligt waren Ortwin Baumann aus Bonn, Otto Rapp aus Stuttgart, Heinz Ritter aus Kulmbach und Josef Scholl aus Dachau. Die erste Aufgabenstellung bestand darin, einen Rahmenlehrplan und Lehrpläne zu entwerfen, Schulungs- und Werkstatträume anzumieten und fachkundige Referenten zu verpflichten.

Ein glücklicher Umstand war, dass Andreas Rapp 1986 in Rosenheim studierte und die Erstellung des Rahmenlehrplanes und der Lehrpläne als Teil seiner Diplomarbeit anerkannt wurde.

1987 führten Ortwin Baumann und Otto Rapp Verhandlungen mit dem Zentrum für Handwerk- und Denkmalpflege in Fulda, mit dem Fortbildungszentrum in Raesfeld und mit dem Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Stuttgart. Die vorzügliche maschinelle Ausstattung und die räumlichen Möglichkeiten gaben den Ausschlag für Stuttgart. Im Laufe des Jahres 1987 wurden 12 qualifizierte Referenten verpflichtet und am 19. Januar 1988 wurde der erste Kurs mit 15 Teilnehmern gestartet.

Die Teilnehmer gründeten am 21. Oktober 1988 in Augsburg die Fachgruppe als Organisationsform und wählten Peter Hirschmann zum Fachgruppenleiter.

Seit dieser Zeit bietet die „Stuttgarter Schule“ im Bildungs- und Technologiezentrum in Stuttgart die Ausbildung zum Restaurator im Parkettlegerhandwerk in einem Halbjahreskurs an. Die erfolgreichen Absolventen können der Bundesfachgruppe beitreten.

Fachgruppe der Parkettrestauratoren im Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik
Industriestr. 19 • 53842 Troisdorf - Oberlar • info@parkettrestauratoren.org